Sachbuch · KI & Arbeit · 2026

Die zweite
Belegschaft

Wie Sie KI-Mitarbeiter einstellen, onboarden und ins Team bringen

Ihre beste Neueinstellung dieses Jahr hat keine Gehaltsvorstellung.

Buchcover: Die zweite Belegschaft von Daniel Koch und Dr. Andreas Kohne

01  Der Befund

Drei Sätze, die Sie kennen

  1. I„Wir bekommen die Stelle nicht besetzt.“
  2. II„Frau Müller macht schon wieder Überstunden.“
  3. III„Diese Aufgabe will eigentlich niemand mehr machen.“

Diese Sätze fallen in Geschäftsleitungsmeetings quer durch alle Branchen, Umsatzklassen und Regionen – manchmal alle drei an einem Vormittag. Sie werden getrennt ausgesprochen, getrennt behandelt und getrennt budgetiert.

Das ist der erste Fehler. Es sind nicht drei Probleme. Es ist ein Problem, gesehen aus drei Richtungen. Wer das nicht sieht, löst die falsche Aufgabe – und zwar sorgfältig, teuer und über Jahre.

02  Der erste Versuch

Sie haben es schon versucht

Es gab eine Sitzung, einen Workshop, ein freigegebenes Budget. Es gab einen internen Koordinator und einen Piloten. Heute, ein Jahr später, fragt im Lenkungsausschuss niemand mehr danach. Die Folien existieren noch. Das Ergebnis ist überschaubar.

Wir haben dieses Muster in über 70 Unternehmen gesehen: verschiedene Branchen, verschiedene Größen, immer dieselbe Kurve. Diese Initiativen scheitern nicht gelegentlich. Sie scheitern systematisch.

Ihre KI-Initiative ist nicht an der Technologie gescheitert. Die ist verfügbar, ausgereift und bezahlbar. Sie ist an einem Denkmodell gescheitert.

Vier Muster ziehen sich durch fast jeden dieser Fälle. Sie haben nichts mit Modellen, Anbietern oder Schnittstellen zu tun – und alles mit Zuständigkeit, Messung, Buchhaltung und Einarbeitung. Das fünfte Muster ist kein eigener Fehler. Es ist die Folge der ersten vier.

03  Was in der Zwischenzeit passiert

Eine kleine Übung

Gehen Sie in Ihre Buchhaltung, Ihren Vertrieb, Ihre Personalabteilung. Fragen Sie eine Person, die Sie als zuverlässig einschätzen, ob sie in den letzten 30 Tagen ein KI-System für eine berufliche Aufgabe benutzt hat. Wenn die Antwort nein lautet, fragen Sie eine zweite.

Spätestens die dritte sagt ja.

Dort, wo wir genauer hingesehen haben, nutzte zwischen einem Viertel und der Hälfte aller Wissensarbeiter KI regelmäßig im Job. Die meisten mit privaten Accounts. Ohne Wissen der IT. Ohne Freigabe des Datenschutzbeauftragten. Ohne Information an die Geschäftsführung.

Die Arbeit muss ja gemacht werden. Und deshalb ist das Ergebnis einer versandeten Initiative nicht „KI wird bei uns nicht genutzt“, sondern „KI wird bei uns unkontrolliert genutzt“. Das ist die schlechtere von beiden Varianten.

Sie verlieren nicht die unaufmerksamen Mitarbeiter an die Schatten-KI. Sie verlieren die engagierten.

Ein Verbot löst das nicht. Es macht den Schatten nur tiefer. Warum das so ist, welche drei Risiken konkret entstehen und welche zwei Optionen Ihnen wirklich bleiben, steht im dritten Kapitel.

04  Der Perspektivwechsel

Zwei Vorschläge, zwei Fragenkataloge

Ein Bereichsleiter schlägt vor, in der Buchhaltung jemanden einzustellen. Sie stellen die üblichen Fragen – ohne nachzudenken, seit Jahrzehnten dieselben. Sechs Wochen später schlägt die IT eine KI-Plattform vor: 24 Lizenzen, 900 Euro im Monat. Sie stellen wieder Fragen. Nur eben andere.

Bei einer Neueinstellung fragen Sie

  • Welche Aufgabe übernimmt die Person?
  • Welcher Abteilung wird sie zugeordnet?
  • Wer ist ihr Vorgesetzter?
  • Welche Vollkosten entstehen?
  • Wie messen wir ihren Beitrag?

Bei einer KI-Plattform fragen Sie

  • Wie sicher ist es?
  • Welche Anbieter gibt es?
  • Wer hat das schon?
  • Was sagt der Datenschutzbeauftragte?
  • Wie hoch ist die Lizenzgebühr?

Beide Listen sind vernünftig. Nur eine davon passt zu Ihrem Problem. Denn Sie haben keine Prozessschrittlücke und kein Werkzeugproblem. Sie haben eine Stellenlücke.

Solange Sie Künstliche Intelligenz als Tool denken, sucht sie sich ihren Vorgesetzten selbst – oder gar nicht.

Von hier an dreht das Buch die Reihenfolge um. Nicht als Metapher, sondern als Arbeitsweise: Stellenbezeichnung, Abteilung, Vorgesetzter, Hauptaufgabe, Arbeitszeit, Vollkosten, ersetzter Aufwand, ROI. Acht Felder auf einer Seite. Wer sie nicht ausfüllen kann, hat keinen KI-Mitarbeiter, sondern eine teure Lizenz.

05  Was dieses Buch liefert

Und was es nicht liefert

Wenn Sie dieses Buch zuklappen, haben Sie kein vollständiges Wissen über künstliche Intelligenz. Sie haben etwas Praktischeres: ein Denkmodell, mit dem Sie am Montagmorgen entscheiden können. Welche Stelle Sie besetzen. Welchen Mitarbeiter Sie nicht einstellen. Welche Lizenz Sie nicht kaufen.

Aus dem Vorwort

Kein Technologieüberblick, keine Anbieterliste, keine Prognose über das Jahr 2030. Stattdessen: die Fragen, die Sie stellen müssen, die Zahlen, die Sie rechnen müssen, und die Stellen, die Sie besetzen können.

Dazu gehört ein eigenes Kapitel darüber, wo wir abraten. Es gibt Aufgaben, die wir keinem KI-Mitarbeiter geben würden – und wir sagen, welche und warum.

06  Inhalt

Sechzehn Kapitel

Vom Befund über den Perspektivwechsel bis zur ersten besetzten Stelle. Jedes Kapitel endet dort, wo Sie am Montagmorgen weitermachen.

  1. 01Drei Probleme, die niemand mehr lösen kann
  2. 02Warum Ihre KI-Initiative scheitert
  3. 03Die Schatten-KI in Ihrem Unternehmen
  4. 04Was wäre, wenn KI ein Mitarbeiter wäre?
  5. 05Ist das nicht einfach Outsourcing?
  6. 06Das Stellenprofil eines KI-Mitarbeiters
  7. 07KI-Assistent oder KI-Fachkraft?
  8. 08Personalkosten statt Softwarekosten
  9. 09Wo arbeitet ein KI-Mitarbeiter?
  10. 10Zehn Stellen, die Sie heute besetzen könnten
  11. 11Wo wir Nein sagen
  12. 12Das Onboarding Ihres KI-Mitarbeiters
  13. 13Wenn ein neuer Kollege ins Team kommt
  14. 14Personalentwicklung für KI-Mitarbeiter
  15. 15Fünf Fehler beim Einstellen von KI-Mitarbeitern
  16. 16Der Fall, der Sie betrifft

Im Anhang

07  Für wen wir es geschrieben haben

Für die Ebene, die über Stellen entscheidet

Für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer im Mittelstand. Für Verwaltungsleitungen in Kommunen. Für Führungskräfte in Rundfunkanstalten und öffentlichen Einrichtungen. Für alle, die Personalentscheidungen treffen und dabei feststellen, dass sich manche Stellen nicht mehr besetzen lassen.

Entstanden ist es aus unzähligen Gesprächen mit genau diesen Häusern. Die Beispiele im Buch sind echte Fälle aus der Beratungspraxis – anonymisiert, aber unverändert in ihrer Substanz.

08  Die Autoren

Wer das Buch geschrieben hat

Daniel Koch

Daniel Koch

Autor

Daniel Koch, B.Sc., MBA, ist Unternehmer, Hochschuldozent und Fachbuchautor mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz und Vertrieb. Als Gründer und Geschäftsführer der Valisory GmbH, der Agentur für KI-Mitarbeiter im Mittelstand, verantwortet er in der Rolle des Head of Sales den Vertrieb des Unternehmens.

An der Hochschule Weserbergland in Hameln sowie der Beruflichen Hochschule Hamburg lehrt er in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Betriebswirtschaft. An der Hochschule Weserbergland ist er darüber hinaus Mitglied des Senats. Seine fachliche Expertise bringt er zudem als Autor mehrerer Fachbücher zu den Themenfeldern KI, Nachhaltigkeit und Management ein, in denen er unternehmerische Praxis mit wissenschaftlicher Perspektive verbindet.

Daniel Koch

Dr. Andreas Kohne

Autor

Dr. Andreas Kohne erklärt die KI-Welt so, dass sie jeder versteht. Er vermittelt als Tech-Translator komplexe, digitale Sachverhalte verständlich, anschaulich und interaktiv. Als Experte für Innovation, Transformation und Kommunikation veröffentlicht Dr. Andreas Kohne relevantes Fachwissen auf prägnante und verständliche Art und Weise. Seine Publikationen gehören national und international zur Standardlektüre in Wirtschaft und Wissenschaft und erscheinen in deutscher und englischer Sprache.

Der Autor und Herausgeber arbeitet als erfahrener Unternehmensberater und begleitet seine Kunden auf dem Weg in eine erfolgreiche und relevante Zukunft. Er ist Geschäftsführer der Valisory GmbH und als gefragter Speaker vermittelt Dr. Andreas Kohne praxisrelevantes Fachwissen. Zusätzlich arbeitet er als Dozent in den Bereichen Betriebswirtschaftslehre und Informatik an der Hochschule Fresenius und der Hochschule Weserbergland.

09  Das Buch

Die zweite Belegschaft bestellen

Titel
Die zweite Belegschaft
Untertitel
Wie Sie KI-Mitarbeiter einstellen, onboarden und ins Team bringen
Autoren
Daniel Koch & Dr. Andreas Kohne
Verlag
BoD · Books on Demand, Hamburg
ISBN
978-3-6957-4368-1
Erschienen
2026
Umfang
120 Seiten

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Aus dem Buch